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Einsamkeit ist politisch

Bettina Wegner, gerade Mutter des einzigen Kindes von Thomas Brasch geworden, ging eines Tages mit ihrem Söhnchen zu den Eltern ihres Freundes, um ihnen ihren Enkel vorzustellen. Ein Baby nimmt man schützend in die Arme, drückt es liebevoll an sich. Dieser Körperkontakt macht beide Menschen glücklich. Horst und Gerda Brasch taten das nicht. Bettina Wegner erzählt in Annekatrin Hendels Film Die Familie Brasch von dieser Begegnung. Mutter und Kind wären sehr kühl und abweisend behandelt worden. Der erwachsen gewordene Junge, Benjamin Schlesinger, berichtet im Film, er hätte seine Großeltern nie wirklich kennengelernt.

Die Braschs, eine Jahrhundertfamilie, heißt es. Schnell wird auch der Vergleich mit der Blaupause der deutschen Intellektuellen-Familie, den Manns, oder deren fiktivem Alter…

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