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Mehr als stumpfe Klopperei

Als gewöhnliche Betrachterin verbinde ich mit Wrestling vor allem Dinge, die mich peinlich berühren bis abstoßen: aufgepumpte, schwitzige Typen in Spandexschlüpfern, Klappstühle als Schlagwaffen und ein Publikum, das so ähnlich aussieht und sich ähnlich aufführt wie die Leute im Ring kurz vor dem Finale. Nur eben nicht mit Absicht. Wrestling ist die Jerry Springer Show unter den Sportarten – nichts für mich, sondern beliebt bei kaputten und ordinären Leute irgendwo im Amerika der 1990er.

Entsprechend eigenwillig schien es mir, dass da tatsächlich jemand eine Serie gemacht hat, in der es um Wrestling geht. Andererseits: Warum nicht? Motorradgangs, religiöse Polygamisten und Roboter-Cowboys waren auch schon Gegenstand solcher Erzählformen, da ist Wrestling nur eine befremdliche Welt unter…

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