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Mit leeren Händen – Aufbau Ost

Auf einen ersten Blick scheint die Gazi Caddesi, die Hauptstraße von Diyarbakır, wieder voller Leben. Es wird flaniert, Geschäfte und Basare bieten ihre Waren an, Cafés und Bistros warten auf Gäste – doch Vitalität kann täuschen. Wer tiefer eindringt in die oft labyrinthartigen Innenstadtquartiere, der findet noch immer verbarrikadierte Gassen und Straßen. Das Leben in Sûr, wie die Altstadt heißt, gehe bestenfalls auf Sparflamme weiter, erzählt eine Frau im Sülüklü Han, einem über Diyarbakır hinaus bekannten Treffpunkt zum Wein- und Kaffeetrinken. Augenblicklich werden hier nur Tee und Wasser ausgeschenkt, und das umsonst. Wein gibt es nicht. Aus Respekt vor den Toten der vergangenen Monate. Auch um keinen Konflikt mit der Polizei zu riskieren, sagt die Frau noch.

Seitdem die Waffenruhe…

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