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Am Ende bleibt Gottvertrauen

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Drusenführer Walid Dschumblat (links) bei einem Friedensmeeting in Beirut Foto: Anwar Amro/AFP/Getty Images

Vier Wochen nachdem Mitte März 2011 der Aufstand in Syrien begonnen hatte, reiste Walid Dschumblat, das Oberhaupt der libanesischen Drusen, nach Damaskus. Er wollte dort Mohammed Nasif treffen, seinerzeit Chef des Nationalen Sicherheitsrates. Der war nicht nur einer der Amtsträger, dem die Assad-Familie das größte Vertrauen entgegenbrachte, sondern auch der wichtigste Mittler für die Kontakte seines Landes zum Iran und zur Hisbollah – ein Mann, dessen Schicksal eng mit dem des Regimes verwoben war. „Damals sagte Nasif zu mir: ‚Entweder wir‘ – gemeint war das Volk der Alawiten, aus dem seit der Unabhängigkeit von 1946 die Elite des Staates kam – ‚oder sie‘, die Sunniten“, e…

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