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„Porno hilft gegen Angst“

Regelmäßig veröffentlicht der Online-Sexfilmdienst Pornhub seine Statistiken – und die verraten viel über die Gesellschaft: dass Menschen scharenweise Sex anschauen, wenn ein Virus ausbricht. Oder: dass in allen ostdeutschen Bundesländern weniger Porno geschaut wird als im Westen. Woran liegt das? Der Soziologe Kurt Starke untersucht seit Jahrzehnten die Soziologie des Sex – mit einem nüchternen Blick, wie ihn wohl nur ein Nicht-Porno-Sozialisierter haben kann. Also: ein Ostdeutscher.

der Freitag: Herr Starke, wieso treibt ein Virus die Menschen zum Pornoschauen?

Kurt Starke: Es gibt dazu noch keine Untersuchungen, aber wenn ich spekulieren muss, würde ich sagen: Es ging um Angst. Corona macht Angst. Jedem. Und die ist eingebettet in eine Fülle von anderen Ängsten: um die eigene Zukunft, …

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