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Mister Nee Nee Nee

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Diesen Regierungschef beseelt der latente Drang, sich als Mann des Volkes zu beweisen

Foto: Robin Utrecht/ANP/dpa

Gut ein Monat Lockdown lag Mitte April hinter den Niederlanden, und in Brüssel hatte das Feilschen um einen Solidaritätsfonds zur Bewältigung der Pandemie begonnen, als Mark Rutte einen Abfallverarbeitungsbetrieb besuchte. Einer der Mitarbeiter rief ihm im Vorbeigehen zu, er solle doch bitte „das Geld nicht Italienern oder Spaniern“ zukommen lassen. „Oh, nee, nee, nee!“, gab der Premierminister lachend zurück. „Ich werde dran denken.“ Und sein rechter Daumen ging jovial nach oben. Damit schlug die Geburtsstunde des „Mister Nee Nee Nee“, als den ihn der Europäische Rat spätestens beim jüngsten EU-Gipfel kennenlernte.

In den schwer angeschlagenen südeuropäischen Mitglie…

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