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Der Schuss, der Moussa trifft

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Der algerische Schriftsteller und Journalist Kamel Daoud

Foto: Bertrand Langlois/AFP/Getty Images

Moussa Ould el-Assasse hieß der „arabe“, den ein Fremder niederschoss, als ein Reflex der Sonne ihn am Strand von Algier blendete. Das erfahren wir Leser spät, fast 70 Jahre später, da ist Albert Camus’ Der Fremde lange schon Weltliteratur geworden, ganze Schulklassen lernten mit dem Roman das Passé composé und das Französische. Der im algerischen Oran lebende Schriftsteller Kamel Daoud hat dann 2013 nicht wie Camus den Täter in den Mittelpunkt der Geschichte gestellt, sondern den jüngeren Bruder des Opfers, und den Camus-Lesern zum 100. Geburtstag des Nobelpreisträgers damit eine kritische Hommage gewidmet.

Kamel Daouds Der Fall Meursaulteine Gegendarstellung ist eine literarisch…

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