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Mein Wald

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Unser Wald ist so wenig natürlich wie unsere Gesellschaft kultiviert

Foto: Blickwinkel/Imago

Wenn es um irgendetwas mit Wald geht, wird von einem Teil des Journalismus unverdrossen der Deutschen mythisches Verhältnis zu selbem aufgerufen. Das ist zwar entschieden weniger brandgefährlich, als im Wald Zigarettenstummel wegzuwerfen, aber ähnlich gedankenlos. Schon Ende des 20. Jahrhunderts hatte der Volkskundler Albrecht Lehmann das Verhältnis der Deutschen zum Wald in einer groß angelegten Studie untersucht, derzufolge allenfalls noch Druiden und Neuheiden jenes angeblich urmystische Verhältnis zum Wald hatten. Für die allermeisten ging es damals mit dem Auto, wenn nicht in den, zumindest zum Wald.

Die Realität des Waldes sieht heute so aus: Auch wenn er – wie meistens – gerade ni…

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