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Google liebt euch doch

Hurra, die Welt geht unter! Der Hip-Hop-Song dröhnt aus Musikboxen in die Berlin-Kreuzberger Abendsonne hinaus. Auf der Straße kicken Kinder metergroße Buchstaben aus Pappe mit Fußbällen um. 200 Menschen jubeln ihnen dabei zu. Die bunten Lettern tragen Unternehmensfarben und bilden ein Wort: Google.

Stefan Klein blickt auf die Backsteinmauern des alten Umspannwerks am Ufer des Landwehrkanals und sagt in ein Mikrofon: „Google will zu den Guten gehören, aber das werden sie hier nicht. Der Campus wird das Viertel komplett verändern.“ Klein ist groß gewachsen, seine schwarzen Haare schimmern gräulich. „Sie wollen die alternative und bunte Szene und merken nicht, dass sie die zerstören“, sagt Klein. „Dieses Unternehmen ist disruptiv.“

Hunderte Internetfirmen haben sich in den vergangenen Jah…

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