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Ziemlich vermessen

Das metrische Wir“ heißt das Buch, das der Soziologe Steffen Mau geschrieben hat. Darunter versteht er den steigenden Bedeutungszuwachs von Daten und Indikatoren, mit denen wir die Gesellschaft durchdringen, neu vermessen. Das geht bis zur Selbstvermessung, wenn Menschen anfangen, mit dem Handy ihre Schritte zu zählen.

der Freitag: Herr Mau, was ist schlimm daran, wenn Menschen ihre Schritte zählen?

Steffen Mau: Dieser Fokus auf die Daten führt zu neuen Formen von Wettbewerb, führt zu gesellschaftlichen Hierarchien, die sich verstärkt an Zahlen festmachen.

Von Haus aus sind Sie Soziologe mit Schwerpunkt Ungleichheitsforschung. Was war der Anlass, sich nun mit Ratings, Hotelbewertungen und Körperoptimierungsapps auseinanderzusetzen?

Als Ungleichheitsforscher bin ich daran interessiert, w…

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