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Terror und Aktionismus

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Während die einen noch trauern, beginnen die anderen direkt mit der Wahlkampfrhetorik

Foto: Moris MacMatzen/Getty Images

Besonders eilig hatte es die Bild-Zeitung. „Warum spricht eigentlich kaum jemand von Terror“, fragte sie rhetorisch – und fand schnell Protagonisten für die These. Einen Tag zuvor hatte ein abgelehnter palästinensischer Asylbewerber in einem Hamburger Supermarkt einen Mann erstochen und sieben weitere Personen verletzt. Viele Politiker bekundeten ihr Mitgefühl mit den Opfern und äußerten sich zurückhaltend zur Tat. Das war dem Umstand geschuldet, dass es über den Täter und seine Motive widersprüchliche Informationen gab.

Der Aktionismus, den Horst Seehofer einst nach dem Anschlag von Berlin an den Tag gelegt hatte, scheint für einige allerdings neue Maßstäbe g…

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