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„Es wird gelogen und vertuscht“

Im Münchner NSU-Prozess haben die Schlussplädoyers begonnen. Der Rechtsanwalt Yavuz Narin ist Vertreter der Nebenklage. Er wirft der Bundesanwaltschaft schwere Versäumnisse bei den Ermittlungen im Fall der rechtsextremen Terrorgruppe vor.

der Freitag: Herr Narin, Sie gehören zu den Anwälten, die hinter dem NSU ein größeres rechtes Netzwerk vermuten. Die Bundesanwaltschaft tat das in ihrem Plädoyer als Spekulation ab, sprach von „Fliegengesumme“ und „Irrlichtern“. Hat Sie das verletzt?

Yavuz Narin: Verletzt nicht, da ich die Bundesanwaltschaft insoweit leider nicht mehr ernst nehmen kann. Auch dürfte die Behörde mit ihrer Sicht der Dinge inzwischen ziemlich alleine dastehen. Die Bundesanwälte haben in ihrem Plädoyer doch selbst mindestens zwei Dutzend Neonazis namentlich nennen müssen, d…

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