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Ach, Thüringen

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Illustration: der Freitag

Im Thüringer Landtag, dem verrücktesten Parlament dieser Republik, bewarb sich Björn Höcke also wieder einmal um das Ministerpräsidentenamt. Der selbst ernannte Führer des völkischen Flügels der AfD trat an, um den einzigen linken Regierungschef in Deutschland zu stürzen. Es war, natürlich, wieder mal nur sehr schlechtes Theater.

Höckes taktisches Vehikel hieß diesmal „konstruktives Misstrauensvotum“ – was zumindest so etwas wie unfreiwillige Ironie besaß. Schließlich war das Höcke’sche Handeln schon immer ausschließlich destruktiv. Der Oberstudienrat für Geschichte und Sport will das bundesrepublikanische System, „das Regime“, wie er es nennt, von innen heraus zerstören.

Den Anlass für seinen neuesten PR-Angriff hatten ihm allerdings alle anderen Fraktio…

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