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Manchmal wie ein Prosagedicht

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Auch so eine Institution im Scheunenviertel: Das Sophieneck an der Ecke Sophienstraße und „Große Hamburger“

Foto: Jörg Zägel/Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Die Schriftstellerin Irina Liebmann (Jahrgang 1943) ist eine hartnäckige Spurenleserin. Der Boden dafür ist Berlin, einst das geteilte, dann das wiedervereinigte. Sie mischt Recherche, Begegnung mit Menschen und Flanieren zu einer eigenen Form des Erzählens. Ansätze dazu zeigten sich bereits 1982 in ihrem ersten Buch Berliner Mietshaus. Darin erzählt sie von den Bewohnern eines Mietshauses im Ost-Berliner Prenzlauer Berg. Unter den Porträtierten befand sich eine Familie, erfährt der Leser aus dem Nachtrag, die „bald darauf die DDR illegal verlassen wollte und inhaftiert worden ist“. Das Buch unterschlägt diese Wahrheit nicht. In de…

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