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Am Ende tanzen die Musikerinnen

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Die Sopranistin Youmi Kim singt „Me Du Ça“ von Huihui Cheng am Centre Pompidou in Paris 2016

Screenshot: Youtube

Wie es im Hohelied Salomos heißt, dass die Liebe stärker sei als der Tod, so kann man das auch von der Musik sagen – längst tote Komponisten sprechen im Konzertsaal zu mir mit einer emotionalen Gewalt, an die manchmal Lebende nicht heranreichen. Die 1985 geborene, in Deutschland lebende Chinesin Huihui Cheng setzt Musik aber umgekehrt ein, sie inszeniert das Scheitern von Kommunikation. Das berührt nicht weniger stark.

Im ersten Stück versucht eine Medusa, sich verständlich zu machen. Medusa ist in der griechischen Mythologie ein grausiges Wesen, dem Schlangen statt Haare aus dem Kopf wachsen und dessen Anblick dazu führt, dass man versteinert. Chengs me du ça, so der …

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