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In der Kathedrale

Es ist keine neue und auch keine spezifisch deutsche Debatte, die derzeit, angestoßen von einer Studie der Bertelsmann Stiftung, geführt wird. Man kennt die Argumente, die Diskussionen um Qualität und Zahl der Krankenhäuser – und letztlich die Forderung nach Schließungen und der Konzentration von medizinischen Kapazitäten. Ökonomen präsentieren Daten, Grafiken, messbare Indikatoren, die uns sagen wollen, wie unsere Krankenhauslandschaft in Zukunft aussehen soll. Es ist allerdings ein enger Blick, der hier auf die Klinik gerichtet wird, es ist eine verkürzte Diskussion, die, auf das Messbare, Quantifizierbare reduziert, das Krankenhaus wahlweise als Fabrik mit Fallpauschalen oder als Dienstleistungsunternehmen betrachtet, mit der Patientin als Kundin.

Durch diese Reduktion klammert man a…

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