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Bloß nicht zu früh freuen

Biografisches mit Zeitgeschichte verknüpfen: so wird in der politischen Rede Glaubwürdigkeit und Dringlichkeit suggeriert. Mike Mohring setzt dieses Stilmittel gerne ein. Als er vor etwas mehr als einem halben Jahr auf dem Bundesparteitag der CDU in Hamburg um einen Platz im Präsidium der Partei beworben hatte, nutzte er die Gelegenheit, um zu erzählen, wie er zur Politik gekommen ist: Durch den Umbruch von 1989 politisiert, sei er als junger Mann zum Neuen Forum gegangen. Heute ist er Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU in Thüringen; also dort, wo die Partei 2014 die Macht an die erste links geführte Koalition Deutschlands verloren hat. Daraus ergebe sich „unsere große Aufgabe im nächsten Jahr, zum 30-jährigen Jubiläum der friedlichen Revolution“, schob er nach: „nämlich die link…

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