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Subbotnik im Süden

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Friedensdemo in Bonn, 1985

Foto: Sommer/Imago

„Für mich“, heißt es im Brief eines Freundes aus dem Jahr 1980, „erfüllt sich mit Nicaragua auch eine Utopie. Und es gibt mir die Hoffnung, dass sich irgendwann auch hier noch einmal etwas bewegt.“ Knapper war kaum zu formulieren, was mit dem revolutionären Nicaragua einmal verbunden wurde. Inmitten der Agonie, die sich in der Bundesrepublik nach dem NATO-Doppelbeschluss verbreitet hatte, und die sich mit der von Helmut Kohl 1982 ausgerufenen „geistig-moralischen Wende“ noch verstärkte, wurde das kleine zentralamerikanische Land zum Sehnsuchtsort, auf den wir alle unsere politischen Wünsche und Erwartungen beziehen konnten.

Nach dem schwierigen Weg Vietnams, nach den manchmal nur schwer zu verteidigenden Aktionen der Palästinenser, d…

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