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Wütend in der Wüste

Mitten im Nirgendwo der staubigen Einöde Südtunesiens, mehr als 600 Kilometer von der Hauptstadt Tunis entfernt, trotzen gut 250 junge Männer der brennenden Wüstensonne. Nur wenige finden Schutz im Schatten einiger Zelte. In Rufweite liegt eine mit Stacheldraht gesicherte Ölpumpstation, bewacht von einem Posten der tunesischen Armee.

Zwischen den Zelten haben sich einige zum gemeinsamen Nachmittagsgebet versammelt, mancher trägt dabei einen Turban, um sich vor der Sonne zu schützen. Nach dem Gebet verschwinden sie wieder unter ihre Zeltplanen. Dort sitzt auch der 28-jährige Younes mit einer Handvoll Freunde. Ursprünglich kommt er aus Remada, der südlichsten Stadt des Landes. Warum ist er hier? „Wir wollen arbeiten“, sagt Younes. Die Region sei Standort internationaler Öl- und Gasunterne…

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