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Wenn Marxisten joggen

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Noch ist Duisburg mit rund 20.000 Mitarbeitern der größte Stahl-Standort Europas Foto: Getty Images

Auf der Spitze des Hochofens 5 weiß Peter Römmele nicht, ob er schwärmen oder schweigen soll. Unter ihm liegt der Landschaftspark Duisburg-Nord, Ankerpunkt auf der „Route der Industriekultur“ und ausgezeichnet für seine Landschaftsarchitektur. Der Stahlarbeiter verbindet mit seinem Finger die rotbraunen Klötze, die schief aus dem üppigen Grün des Parks ragen: Erzbunkeranlage, Gießhalle, Hochofen, Kaltwalzwerk. Der Beton am Fuß der Anlagen wurde von wuchernden Pflanzen aufgesprengt und der Stahl vom Regen mit Rost überzogen. Entlang der alten Transportschienen verläuft Römmeles Joggingstrecke. Er läuft sie so gut wie jeden Morgen. Römmele liebt den Park. Erst einmal schweigt er.

Da…

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