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„Wir müssen normativ reagieren“

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„Kein Mensch fordert 20.000 Sozialarbeiter, Psychologen oder Integrationsspezialisten“ Foto: Daniel Roland/AFP/Getty Images

der Freitag: Herr Behr, verschwimmt im Moment die Grenze zwischen Terror und Amok?

Rafael Behr: Indem wir die Ereignisse als Terror interpretieren, tritt er in seinen Alltagskonsequenzen auch als solcher ein. Ob wir es Terror oder Amok nennen, ist im Einzelnen deshalb nicht entscheidend. Es macht weder für die Opfer noch für das momentane gesellschaftliche Klima einen Unterschied. Beides verbreitet Angst und führt zu irrationalem Verhalten. Der Unterschied liegt in der intendierten Botschaft.

Können Sie das erklären?

Beim Terror ist die Tat ein Bestandteil der Kommunikation mit der Gesellschaft. Mit dem Ziel, sie langfristig in Angst und Schrecken zu verset…

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