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„Oh weh! Kein Witz“

Auch als alter Mann bleibt Norman Manea das Enfant terrible der rumänischen Literatur. Obwohl er seit drei Jahrzehnten im Ausland lebt – Berlin, Washington, heute New York –, horcht er weiter die alte Heimat ab, skeptisch und ironisch, Buch für Buch, mal Essay, mal Roman.

Zu seinem 80. Geburtstag organisierten seine Verehrer ein Schriftstellertreffen in Bukarest. Die Crème der rumänischen Intelligentzija fand sich ein, dazu viele seiner ausländischen Verleger; er ist in über 20 Sprachen übersetzt. Auch Kollegen wie Antonio Muñoz Molina und Alberto Manguel kamen, um einen der letzten großen Repräsentanten der kosmopolitisch-jüdischen Kultur Osteuropas zu feiern. Unser Autor traf den heißen Kandidaten für den Literaturnobelpreis im Café Capsa.

der Freitag: Herr Manea, warum treffen wir un…

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