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Nimmer? Immer.

Ganz so, wie die DDR historisch betrachtet an einer Mauer scheiterte, endet auch die Ausstellung Gegenstimmen im Berliner Martin-Gropius-Bau folgerichtig vor einer Wand. Die darin eingelassene Tür bleibt den Besuchern verschlossen. Nur dem uniformierten Aufsichtspersonal öffnet sie sich sporadisch. Wie der real existierende Sozialismus findet die Ausstellung ihr Ende in einer Sackgasse – das aber, so viel darf schon verraten werden, gilt nicht programmatisch für die Schau, sondern ist vielmehr eine schlaue Entscheidung der Kuratoren. In umgekehrter Raumfolge geht es von hier aus zurück zum Eingang, dabei nicht nur erneut vorbei an den 160 Werken dissidenter ostdeutscher Kunst, sondern auch an Erich Honeckers tragikomischem Ausruf von 1989, der in einem Raum auf die Wand gesetzt wurde: „…

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