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Dreckige Wässer

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„Erst als der Spreewald sich rot färbte, wurden wir beachtet" Foto: Sean Gallup/Getty Images

Gerd Weber ist der Chef des Wasserwerks Frankfurt an der Oder. Weber muss täglich 65.000 Menschen mit Trinkwasser versorgen und er sitzt in der Falle. Die Sulfate aus den Löchern des Kohletagebaus verschmutzen zusehends das Wasser der Spree, daher muss er immer mehr Grundwasser beimischen. Aber davon hat Weber nicht genug. Der Sulfatgehalt nähert sich dem Grenzwert an.

„Wir kämpfen seit 2008 dafür, dass man erkennt, woher die Verschmutzung kommt – aus den alten und aktiven Tagebauen“, berichtet Weber. „Erst als der Spreewald rot wurde, haben wir mehr Aufmerksamkeit bekommen.“ Das Wasser der Spree ist nicht nur sulfatbelastet, es ist gerade in den zuführenden Gewässern rostrot von den Eis…

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