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So lange sahen sie weg

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München, Olympia-Einkaufszentrum, 25. Juli 2016, drei Tage nach der Ermordung von neun Menschen aus rassistischen Motiven

Foto: Peter Kneffel/dpa

Manchmal wache er nachts auf und gehe zum Denkmal am Münchner Olympia-Einkaufszentrum, erzählte Smajl Segashi vor einem Jahr in einer Dokumentation. Dann schaue er das Bild seiner 14-jährigen Tochter Armela an, die dort von einem Rechtsterroristen erschossen wurde. Sie fehle ihm so sehr, sagte Segashi. Und dass er seit dem Anschlag nicht mehr als Busfahrer arbeiten könne. „Kinderstimmen zu hören – es war für mich unmöglich.“

Vor fünf Jahren, am späten Nachmittag des 22. Juli 2016, erschoss der 18-jährige David S. in dem Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) und in einem benachbarten Schnellrestaurant neun Menschen, bevor er sich selbst…

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