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Jüngstes Gericht und Soljanka

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„Nichts zu lachen“? Die DDR-Schriftstellerin Christa Wolf († 2011)

Foto: Allstar/IMAGO

Schecks Antikanon heißt das neue (Online-)Format des TV-Starkritikers Denis Scheck, in dem er die, seiner Meinung nach, „schlechtesten Bücher der Weltliteratur“ bespricht. Christa Wolfs Kassandra war eines der ersten Opfer auf seinem Altar auf swr.de, das sodann dem Feuer übergeben wurde. Und wäre die computeranimierte Buchverbrennung nicht für manche schon empörend genug, inszeniert sich Scheck vor weißer Kulisse, als wäre er Gott im Himmel und der Tag des letzten Gerichts gekommen.

Scheck spricht das Todesurteil für die feministische Literatur der DDR aus. Man habe bei Wolf „nichts zu lachen“. Wolfs Prosa schmecke nach Soljanka, Kassandra lese sich wie eine „Sättigungsbeilage“. Aber hat Schec…

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