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So viele „Einzelfälle“

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Dass der Rücktritt des hessischen Landespolizeipräsidenten etwas an der eingeübten Choreografie der Debatte ändert, ist fraglich

Foto: Piotr Pietrus

Die Polizei mag sich nicht erforschen lassen, die Polizei forscht lieber selbst.

Am 5. Juli hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer einer Studie zu Racial Profiling – also anlasslosen Polizeieinsätzen gegen Menschen alleine wegen ihrer Haut- oder Haarfarbe – eine Absage erteilt. Weil es keinen Forschungsgegenstand gebe. Rassistische Diskriminierung sei verboten, also könne sie auch nicht stattfinden, so Seehofers Logik. Vielleicht liegt das Forschungsinteresse der Polizei aber auch einfach woanders: Am 9. Juli teilte der Polizeipräsident von Stuttgart mit, dass bei den Ermittlungen nach den dortigen Krawallen von Ende Juni in mehrer…

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