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So nah, dass es wehtut

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„Ich will dich nicht drängen, aber ich muss“, sagt Vater Ronald (Sterlin K. Brown, rechts) zum Ringer Tyler (Kelvin Harrison Jr.)

Foto: A24

Und dann führt kein Weg mehr zurück. Solche dramatischen Zäsuren sind im Kino nichts Ungewöhnliches. Selten jedoch werden sie so drastisch gesetzt, wie Trey Edward Shults es in der Mitte von Waves macht. Kurz bevor sich alles so radikal in ein Davor und ein Danach teilt, steht Tyler (Kelvin Harrison Jr.) zugedröhnt in einem Badezimmer. Wir sind ihm bis dahin gefolgt in einer atemlosen ersten Filmhälfte. Als die Kamera nun, in einem bildgewordenen Moment der Ruhe vor dem Sturm, vor dem Waschbecken die Perspektive des Jungen einnimmt und aus seinen Augen auf dessen Hände blickt: genau dieser Augenblick macht bewusst, wie stark wir in der Gesch…

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