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Lieber auf das Buch warten

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Paul Mescal (r.) und Daisy Edgar-Jones in „Normal People“

Foto: Prod.DB/Imago Images

Ist es ein Kompliment, als „Salinger für die Snapchat-Generation“ bezeichnet zu werden? Es ist eines der Embleme, die man der 29-jährigen irischen Schriftstellerin Sally Rooney anhängte, nachdem ihr 2017 mit Gespräche mit Freunden (2019 in Deutschland erschienen) ein gefeiertes Roman-Debüt gelang und sie dann mit Normal People 2018 in den Rang eines Phänomens aufstieg. Das Phänomen war interessant, weil Attribute wie Unsicherheit und Scheu Bestandteile eines Images bildeten: Sally Rooney, die rehäugige Autorin, und ihre Helden, unsichere junge Menschen, die ihren Platz in der Welt suchen und von allerlei Malaisen geplagt werden, Depression, Zwangsvorstellungen, schlechtes Selbstwertgefühl. Zusam…

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