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Aus der Nacht

„Mit Blumenberg war keine Schule zu machen“, steht in einem anderen zum 100. Geburtstag des Philosophen erschienenen Büchlein (Uwe Wolff, Der Schreibtisch des Philosophen, Claudius-Verlag, München 2020). Damit ist zunächst gemeint, dass Hans Blumenbergs jeder Thesenhaftigkeit widerstehendes Schreiben kaum didaktischen Stoff für den gymnasialen Philosophieunterricht geboten habe, schon gar nicht in den progressiv bewegten 1970er Jahren. Doch Blumenberg begründete auch selbst keine Schule, denn weder war er Systematiker, noch betrieb er die Platzierung seiner (ohnehin wenigen) Doktoranden an akademischen Schaltstellen.

Kein Tagesgeschäft

Seine enzyklopädische Gelehrsamkeit und gewaltige Produktivität nutzte er nicht, um sich ex cathedra über die drängenden Fragen der Zeit zu äußern. Einmal …

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