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Bunt bemalter Albtraum

Ausgerechnet Red Dawn! Dieser Gedanke schießt einem im Verlauf der ersten Folgen von Stranger Things 3 immer wieder durch den Kopf. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Die rote Flut, John Milius’ zutiefst amerikanischen Abenteuerfilm, aus ideologischen Gründen ablehnt oder als wüste Genrefantasie durchaus zu schätzen weiß. Die Irritation erwächst aus der Verschiebung der Akzente. In den ersten Staffeln der von Matt und Ross Duffer erdachten Serie war es der heimische militärisch-industrielle Komplex, der die amerikanische Kleinstadt Hawkins in ein Tor zu einer anderen, „Upside Down“ genannten Welt verwandelt hat. Die Monster, gegen die sich das über telekinetische Kräfte verfügende Mädchen Eleven und ihre Mitstreiter zur Wehr setzen mussten, waren das Produkt geheimer Forschungen, Geist…

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