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Nenn mich nicht Nico

In den aktuellen Spotify-Charts hätte Nico nicht den Hauch einer Chance. Im Popgeschäft geht es mehr denn je um die möglichst aufmerksamkeitseffiziente Inszenierung der eigenen Biografie. So zelebrierten Beyoncé und Jay-Z ihr auf mittlerweile drei Alben verhandeltes Ehe-Hin-und-Her unlängst im Berliner Olympiastadion vor 60.000 Menschen. Und der erfolgreichste Rapper der Stunde, der Kanadier Drake, probierte auf seinem jüngsten Album publikumswirksam seine neue Vaterrolle aus, nachdem die Existenz eines bisher verheimlichten Sohnes bekannt geworden war.

Christa Päffgen, 1938 in Köln geboren, bei Berlin aufgewachsen, später unter dem Künstlernamen Nico als Model, Schauspielerin und vor allem Musikerin mit The Velvet Underground berühmt geworden, wollte nichts wissen von Biografie als Mar…

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