Loading

Endstation Zoo

Das Subharchord, dem die Berliner Akademie der Künste vergangene Woche einen Konzertabend widmete, gehört zu den frühen Instrumenten elektroakustischer Klangerzeugung. Manfred Miersch, der es 2003 wiederentdeckte (es war nach 1970 in Vergessenheit geraten), nennt es eine „weiterentwickelte Orgel“ mit Mixturen aus „subharmonischen“ Tonreihen, das sind solche ohne Obertöne.

Man kann es spielen wie Tomomi Adachi, der mit Pedalklängen, melodieähnlichen Läufen am Manual und Drehen der Regler wirklich an eine Orgel denken ließ, nur dass die Klänge, statt Orgelregister nachzuahmen, dann zum Maschinensound tendieren (The Love of Forty-six Oranges). Oder wie Frederic Rzewski, der als „einer der größten Komponisten des 20. Jahrhunderts“ vorgestellt wurde. Sein Stück Zoologischer Garten von 1965 i…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.