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Starke Worte

Die Meldung versprach Sensationelles: Die Bundesregierung, ging vergangene Woche durch die Medien, habe den Genozid an den Herero anerkannt und werde sich dafür offiziell entschuldigen. Bald auch international wurde Deutschland für seine moralische Vorreiterrolle gepriesen. Einmal mehr, so schien es, hatte sich moralische Politik durchgesetzt.

Die Realität ist prosaischer: Auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke, namentlich des Abgeordneten Niema Movassat, der seit Jahren zu den nachdrücklichsten Verfechtern einer Anerkennung deutscher kolonialer Verbrechen gehört, erklärte die Bundesregierung, dass auch sie den letztes Jahr formulierten Grundsatz des Auswärtigen Amts teile, den Krieg des Deutschen Reichs gegen die Herero und Nama als Völkermord zu bezeichnen. Eine Entschuldigung…

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