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Gepfuscht, was das Zeug hält

Er kam zu spät und machte dann auch noch horrende Verfahrensfehler: Das Agieren Sigmar Gabriels bei der von Edeka heiß begehrten Übernahme der rund 430 Kaiser’s-Tengelmann-Filialen, es macht fassungslos. 16.000 Jobs wollte der Bundeswirtschaftsminister retten, er griff zum Instrument der Ministererlaubnis. Die hat das Oberlandesgericht Düsseldorf vorläufig aufgehoben, die Begründung lässt aufhorchen: Rechtswidrigkeit, Befangenheit, Geheimgespräche – das Urteil hätte nicht schlimmer ausfallen können für Gabriel.

Es ragt sogar aus der langen Liste gescheiterter politischer Interventionen in die Wirtschaft heraus. Zu denken wäre Gerhard Schröders gescheiterten Versuch, 1999 den Baukonzern Holzmann zu retten, dem 2002 die Insolvenzanmeldung folgte. Im selben Jahr kassierte das Oberlandesger…

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