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Hitlers willige Partner

Die meisten israelischen und amerikanischen Holocaust-Historiker konzentrieren sich auf die jüdische Opfer, während deutsche Wissenschaftler umfassend die „Tätergeschichte“ erforschen. Das birgt heute die Gefahr der Verzerrung, ja sogar Verfälschung. Um das zu verstehen, lassen Sie uns nach Tutzing reisen, ein malerisches Dorf bei München, wo ich zu einem Workshop mit deutschen und nicht-deutschen Experten eingeladen war. Schnell kristallisierte sich die Ansicht vieler deutscher Kollegen heraus, mit ihrer „Tätergeschichte“ vor einem Abschluss zu stehen. Mehrere ausländische Wissenschaftler (auch ich) widersprachen. Die Kollegen müssten ihre grundlegende Definition des Täters aufgeben und zumindest einen Teil der Schuld bei nicht-deutschen Akteuren suchen, die sich in fast allen Nationen…

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