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Chemnitz pulsiert

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Selbst Grönemeyer zuzujubeln erscheint hier als eine lebbare Möglichkeit

Foto: Dominik Butzmann/Laif

Ich komm aus Karl-Marx-Stadt. Bin ein Verlierer, Baby. Original Ostler“, sangen Kraftklub bereits 2012. Rätselhafte Aussage, denn in meiner Wahrnehmung hatte die Stadt nicht zwangsläufig etwas mit Verlierer-Dasein zu tun, hatte sie doch eine der angesagtesten deutschsprachigen Bands hervorgebracht und mit dem von ihr besungenen Atomino einen Ort, an dem sich alle Musiker, die ich cool fand, die Klinke in die Hand zu geben schienen. Anders als in der populären 90er-Jahre-Comedysendung Wochenshow, in der die Stadt jede Folge als Meme für den zurückgebliebenen Osten beschworen wurde, war Chemnitz für mich, zumindest was musikalische Trends anging, Berlin stets knapp auf den Fersen.

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