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Hundert Blumen, vier Gewissheiten

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Kim Jong-un hält seine Kernwaffen für eine Lebensversicherung Foto: KNCA via KNS/AFP/Getty Images

„Lasst hundert Blumen blühen, lasst hundert Schulen miteinander wetteifern“, fordert Mao Zedong 1956. Der Diktator will einen Wettstreit der Ideen, um Mängel des frühen chinesischen Sozialismus zu beheben. Mit der Kulturrevolution zehn Jahre später wird welken, was blühen sollte. Jähe Wendungen wie diese erschüttern die Volksrepublik in den ersten drei Jahrzehnten nach ihrer Gründung 1949 immer wieder. Die Vorliebe chinesischer Politiker für eine Sprache der Gleichnisse und Formeln bleibt davon unberührt. Deng Xiaoping, Mentor gravierender Wirtschaftsreformen, vergleicht 1980 das Gesellschaftssystem mit einem Kater, der schwarz, grau oder weiß sein könne – Hauptsache, er fange Mäuse…

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