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Erzählen untersagt

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Erst der Stift, dann eine Buchstabensammlung, dann eine Geschichte, dann ein Buch

Foto: Nick Veasey/Science Photo Library

Apokalypsen und Dystopien allerorten. Auch der japanische Autor Seiko Ito versetzt seine Leser in dem zügig auf Deutsch erschienenen Band Das Romanverbot ist nur zu begrüßen in eine Unwelt der Unterdrückung und Zensur. Seine Erzählerfigur, ein Literaturkritiker und Schriftsteller, wird auf dem „ostperipheren Archipel“ gezwungen, einen Essay über die Lügen des Romans zu schreiben. Das Jahr 2036, aus dem er berichtet, können wir uns vielleicht noch in Wirklichkeit vorstellen, die Lebensbedingungen aber erscheinen befremdlich unecht. Nach einem „Konflikt in Asien“ lebt er in einem „weißen Mauerkubus“, „praktisch ohne Mobiliar, ohne alle Dinge des Lebens“, zwar m…

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