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Zwei Staaten, eine Heimat

Der Appell des UN-Nahostgesandten klang wie ein Abgesang. „Volk Palästinas, verzweifle nicht, gib nicht auf“, rief der Bulgare Nikolaj Mladenow letzte Woche in Jericho Tausenden zu. Ein verzweifelter Aufruf an einem symbolischen Ort. In der biblischen Oasenstadt hatte Jassir Arafat im Juli 1994 das erste Büro der palästinensischen Autonomiebehörde eröffnet und nach Jahrzehnten im Exil seine Anhänger aufgefordert, zu kämpfen, „bis wir einen palästinensischen Staat mit Jerusalem als Hauptstadt gründen“.

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach Arafats triumphaler Rückkehr wirkt diese Vorstellung wie eine surreale Utopie. Stattdessen droht mehr als zwei Millionen Palästinensern der Verlust weiterer Gebiete an Israel. Und das möglicherweise schon in den kommenden Wochen. Der Koalitionsvertrag zw…

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