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Verschwende keine Jugend

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V.l.n.r.: Giulio Brizzi, Anna Ferzetti und JuJu Di Domenico in „Curon“

Foto: Loris T. Zambelli/Netflix

Der Reschensee ist tief. Aber nicht tief genug, um alles zu verbergen, was er seinerzeit verschluckte. Was heute als pittoreske Attraktion scharenweise Touristen anzieht, ist das Resultat einer in mehrfacher Hinsicht katastrophalen Entscheidung.

Für ein Speicherkraftwerk wurden im Sommer 1950 in dem Südtiroler Tal die Zuflüsse gestaut. Die Vinschgauer Dörfer Graun und Reschen versanken in den Fluten. Ein faschistisches Projekt, von Nachkriegs-Italien skrupellos mithilfe des Mailänder Montecatini-Konzerns umgesetzt. Nur der Grauner Kirchturm ragt 70 Jahre später noch immer als stummer Zeuge politischer Willkür und ökologischen Wahnsinns aus dem Wasser.

Ein Wahnsinn der anderen Art…

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