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Israel für alle

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Steiner (l.) und Canetti in der Bibliothek, gesehen von Marie-Louise von Motesiczky (1950)

©Marie-Louise von Motesiczky Chartable Trust/Akg-Images

„Erst im Exil kommt man darauf, zu einem wie wichtigen Teil die Welt schon immer eine Welt der Verbannten war“, schrieb Elias Canetti in London. Dahin war er 1938 aus Wien emigriert und arbeitete im Lesesaal des British Museum an Masse und Macht (1960), einer einzigartigen und zugleich ernüchternden Philosophie kollektiver Vorgänge.

Im British Museum erging sich unterdessen Franz Baermann Steiner (1909 – 1952), Elias Canettis Stichwortgeber in Sachen Ethnologie. Er stammte aus Prag. Steiner war, anders als Canetti, Zionist, dazu Lyriker, und so fand die weltzeitliche und koloniale Ordnung, die das wichtigste Museum des Noch-Empire repr…

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