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1950: Schmutzwasser

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Kiel 1964: Globke als Zeuge, die Anklage: Beihilfe zum Massenmord

Foto: Friedrich Magnussen/Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte

Am 8. Juli 1950 beginnt ein Skandal, der dem Ansehen der Bundesrepublik über einen längeren Zeitraum hinweg schaden wird. An jenem Tag zum Ministerialdirektor berufen, wird der Jurist Hans Globke (1898 – 1973) drei Jahre später von Kanzler Adenauer (CDU) zum Staatssekretär und Chef des Bundeskanzleramtes befördert. Alle wichtigen Dossiers und Entscheidungen gehen fortan über seinen Schreibtisch. Globke exponiert sich nicht zuletzt bei Personalangelegenheiten. Das heißt, er reaktiviert bevorzugt Beamte, die zwischen 1933 und 1945 in den Diensten des NS-Staates standen. Besonders betroffen von der so geräusch- wie hemmungslosen Installierung der „Ehem…

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