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Vergiftete Philosophie

„Wir hatten wirklich das Gefühl, wir machen den besten sozialen Wohnungsbau, den es gibt“, erinnert sich der Architekt Christoph Sattler an die späten 60er Jahre. „Wir“ – das war die Neue Heimat, bei der Sattler 1966 als junger Planer angeheuert hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der gewerkschaftseigene Konzern innerhalb von eineinhalb Jahrzehnten bereits rund 200.000 Sozialwohnungen gebaut. Wie kein anderes Unternehmen stand er für einen hocheffizienten Wiederaufbau der Bundesrepublik, der nur eine Mission kannte: Wachstum, Wachstum, Wachstum.

Was das im Falle des Wohnungsbaus bedeutete, zeigt eindrucksvoll die von Hilde Strobl kuratierte Ausstellung über die Neue Heimat im Museum für Hamburgische Geschichte. Immer größer werden die Wohnsiedlungen, die der Konzern ab den 1950ern hochzieh…

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