Loading

Keupstraße ist überall

placeholder issue title image
Teilnehmer einer Schweigeminute erinnern an den Nagelbombenanschlag des NSU in der Kölner Keupstraße am 9. Juni 2004

Foto: Roberto Pfeil/Picture Alliance/dpa

Das politische Hin und Her um das Mahnmal, das an den Bombenanschlag am 9. Juni 2004 in der Kölner Keupstraße erinnern soll, ist ein Trauerspiel. Es droht obendrein, eine moralische Bankrotterklärung zu werden. Die Opfer des Anschlags wurden Jahre lang verdächtigt und verhöhnt. Ermittelnde Polizisten haben sie stigmatisiert und ihre Nachbarn und Familien diskreditiert. Manche der Betroffenen haben diesem Land den Rücken gekehrt und es für immer verlassen. Ihr Vertrauen in den deutschen Staat ist zerbrochen.

Jetzt, 15 Jahre nach dem Anschlag, gibt es eine kleine, jedoch nicht nur symbolisch bedeutsame Chance zur Wiedergutmac…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.