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Diplomatische Kärrnerarbeit fällig

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Mit seinen Interkontinentalraketen nähert sich Nordkorea dem Status etablierter Atommächte an Foto: STR/AFP/Getty Images

Der übliche Vorwurf, ein „Schurkenstaat“ verhalte sich eben irrational, wenn er Interkontinentalraketen testet, wird dem Vorgang nicht gerecht. Noch das Umschalten in den Empörungsmodus.

Die nordkoreanische Führung handelt rational, weil rücksichtslos auf ihre existenziellen Interessen bedacht. Sie treibt mit der forcierten nuklearen Selbstermächtigung gleich mehrere Großmächte vor sich her – die USA als Gegner auf der koreanischen Halbinsel, aber auch China, Russland und Japan. Am 4. Juli, dem US-Nationalfeiertag, war der Test der Langstreckenrakete KN-14 erfolgreich.

Das Geschoss flog 950 Kilometern weit, hätte aber viel weiter entfernt liegende Ziele erreic…

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