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Die Entlassung des Inquisitors

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Franziskus hat nicht nur Kardinal Müller entlassen, er hat die Glaubenskongregation selbst herabgestuft Foto: Johannes Simon/Getty Images

Kardinal Ludwig Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation, muss gehen. Das ist ein starkes Signal eines Papstes, der seine Kirche zur Welt hin öffnen will. Franziskus und Müller waren über die Rolle der kirchlichen Dogmen sichtlich uneins. Gerade die Sichtbarkeit der Differenz hat den Papst nun bewogen, sich von der Nummer zwei im Vatikan zu trennen. Schon um dem Gerede über seinen „schleichenden Autoritätsverlust“ entgegenzutreten, musste er das tun – also verlängerte er die Amtszeit des Chefs der früheren Inquisition nicht.

Die Uneinigkeit hatte sich auf die wohl wichtigste Öffnung erstreckt, die Franziskus bisher gewagt hat: geschiedene …

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