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Weder Sternchen noch Mitmeinen

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Grafik: der Freitag

Es graust Ihnen bei einem Satz wie – sagen wir – „Jungen Französ*innen der 1960er-Jahre lag das Ideal des*r engagierten Philosoph*in noch nahe“? Ich kann das mittlerweile nachfühlen. Wie übrigens auch jener sozialwissenschaftliche Fachverlag, bei dem ich einmal einen langen Text veröffentlichte. (An alle anderen: Ärgern Sie sich jetzt noch nicht!)

Auf die Frage, wie Geschlecht zu schreiben sei, beschied beim Verlag die Betreuerin: bevorzugt ganz traditionell, wobei eine Vorbemerkung klarstellen solle, dass alle gemeint seien. Reiche mir das nicht, solle ich – die Episode spielt vor der jüngsten Duden-Inklusionsoffensive – zur „Schrägstrich-Bindestrich-Form“ greifen. Aber „bitte grammatikalisch korrekt“!

In diesem speziellen Text verbot sich das „Mitmeinen“ scho…

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