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Zerschmettert

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Bitte recht feindlich: Deutsche Soldaten im besetzten Paris

Foto: Scherl/Süddeutsche Zeitung Photo

Als Erwin Blumenfeld, ein Fotograf deutsch-jüdischer Herkunft, ins französische Internierungslager „Le Vernet“ deportiert wurde, traute er seinen Augen nicht. „Ich hielt mich für das Opfer einer Massenhalluzination: Weder Frankreich noch ich könnten je so tief sinken“, schreibt er in seinen Memoiren. Blumenfelds Einbildungsroman ist ein eindrückliches Zeitzeugnis über die Macht der Manipulation und die Zerrüttung eines Landes. Wie konnte es passieren, dass das Land der Menschenrechte so leichtsinnig und geschmeidig sich selbst verriet?

Der Romanist und Journalist Kersten Knipp spürt diesem Wandlungsprozess dort nach, wo er am meisten schmerzt: Im täglichen Leben. In seinem Buch Pari…

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