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Gestrandet in Rheinsberg

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„Al fin en tierra paceña“, endlich daheim

Foto: Marlena Waldthausen

Wir waren in Rheinsberg verabredet, vergangenen Donnerstag, am Tag 100 ihrer Quarantäne. Das Orchester hätte im großen Saal geprobt, wie immer, den Raum erfüllt mit improvisierten Rhythmen und Melodien, mit Trommeln, Schellen und Flötenfetzen. Wahrscheinlich hätte Tati viel gelacht, wie immer, und Carlos hätte erzählt, dass es schlecht aussieht mit Flügen nach Bolivien. Wie immer. So hatten wir es uns vorgestellt, das stand zu befürchten, als wir einander zum ersten Mal begegneten. Die Quarantäne der bolivianischen Musiker ging gerade in die achte Woche, um uns herum Anmut und Licht des Brandenburger Frühlings. Sie wollten zurück nach Hause, nach Lateinamerika, wo die Infektionskurven gerade dabei waren, fast se…

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